Der Donaufürst

Es was vor langer Zeit, da lebte an der Donau ein armer Fischer mit seiner Tochter Lena. Er liebte sein Mädchen über alle Maßen und sorgte sich sehr, dass ihr etwas zustoßen könnte. Deshalb durfte sie auch nie ohne ihn ausgehen. Der Fischer ging immer morgens zur Arbeit und kam erst sehr spät Abends nach Hause. Es war an einem schönen Sommermorgen als er wie gewöhnlich zur Arbeit ging und seine Tochter allein daheim ließ. Das Mädchen wusste nicht, was sie an diesem schönem Tag anfangen sollte, denn die Küchenarbeit hatte sie schon erledigt, also beschloss Lena mal eine Weile aus dem Fenster zu sehen. Plötzlich sah sie eine Gruppe von Mädels vorbeilaufen, das konnte Lena einfach nicht widerstehen und riss die Tür auf und lief den Mädels hinterher. Doch plötzlich sah Lena mit ihren Augen die wunderbare Donau und sie dachte so bei sich: " Was soll schon geschehen, wenn ich nur meine Füße kurz nass mache?" Doch plötzlich kam eine riesige Welle, es war der Donaufürst. Er packte sie, sie versuchte sich zu währen, doch der Donaufürst war einfach viel zu stark und so riss er sie mit in die Tiefe. Als der Fischer wie gewöhnlich spät abends nach Hause kam, stand eine große Menge Leute vor seiner Hütte. Neugierig und doch voller Panik was wohl geschehen sein konnte, fragte er die Menschenmenge, was los sei. Ein Mädchen dass, das Ganze mit angesehen und erlebt hatte, erzählte, dass sie mit angesehen habe wie Lena in die Tiefe vom Donaufürsten mit gezogen wurde. Sie sagte:" Ich wollte ihr noch helfen, doch der Donaufürst war einfach viel zu stark, er hätte mich noch mitgerissen, wenn ich nicht losgelassen hätte." Der Fischer betrübt über seinen Verlust, verließ seit diesem Vorfall nicht mehr die Hütte auf längere Zeit, sondern blieb immer in der Umgebung der selben. Einst in einer mondhellen, stürmischen Nacht schwamm das Schifflein des Fischers noch mitten auf der Donau und darin stand der Fischer und blickte auf die wellige Oberfläche. In diesen Nächten zeigte sich der Donaufürst denjenigen Menschen, die nichts Geweihtes am Leibe trugen. Auch dem Fischer zeigte er sich. Es hieß der Donaufürst würde sich bei Vollmond zeigen, wirklich, er tauchte auch auf. Der Fischer erschrak als er den großen, mächtigen Donaufürst sah, denn er hatte bis ins Wasser reichende Barthaare. Er war mit purpurrotem Mantel angetan und auf dem Kopf trug er seine Krone, die mit schönen und großen Edelsteinen besetzt war. Doch bevor der Fischer ihn genau betrachten konnte, fragte der Donaufürst, ob der Fischer einen Wunsch habe. Der Donaufürst fragte jeden, denn so konnte er einen neuen Menschen in die Tiefe des Flusses ziehen, denn dort hatte er seine Schätze, Doch der Fischer konnte kein Wort herausbringen, da er noch voller Schrecken. Doch im Inneren seinen Herzens wollte er seine Tochter zurück haben. Doch als der Donaufürst sich ihm näherte, nahm der Fischer schnell sein Ruder zur Hand und schlug gegen ihn, traf die Krone des Donaufürsten und die Edelsteine aus seiner Krone flogen bis ans Ufer der Donau. Bis heute noch sucht der Donaufürst seine Edelsteine, denn ohne seine Edelsteine auf der Krone darf er seinen Palast nicht betreten. Doch die, die ertrunken sind, dürfen nun ein paar Tage in seinem Palast verbringen, was dem Donaufürsten gar nicht gefällt.

Monika Binefeld